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Ausstellung "Kraft-Wärme-Kopplung"

“Kraft-Wärme-Kopplung“ ist eine Gemeinschaftsausstellung der Künstler Agnes Bläsen und Dirk Schulte. Nach der Veröffentlichung des Lyrik-Foto-Buches „Die Spur der Flügel“ im Jahre 2010 dokumentiert diese Ausstellung ihre zweite freie künstlerische Zusammenarbeit.
Stationen der Ausstellung sind das Nell-Breuning-Haus in Herzogenrath, das Kettelerhaus der KAB in Köln und das Josef-Gockeln-Haus der KAB in Olpe.
Agnes Bläsen präsentiert in der Gemeinschaftsausstellung  “Kraft-Wärme-Kopplung“  zum ersten Mal ihre Werkgruppe “Früher ist Heute ist Morgen ist Jetzt“. Die serielle Arbeit wurde im Jahr 2005 begonnen und umfasst zurzeit 30 Exponate. In der Ausstellung sind davon 24 zu sehen.

In den jeweils zweiteiligen Arbeiten werden biographischen Texten farbige oder schwarz-weiße Bilder an die Seite gestellt. So begegnen wir Agnes Bläsen in verschiedenen Lebensphasen und -situationen: mit Geschichten aus ihrer Jugend und dem Aufwachsen im Dorf, vom Zuhören und Schweigen, vom ersten Kuss, von der Freundschaft.

Andere Text-Bild-Paare berichten von Begegnungen mit Menschen, die ihr nah sind. Sie erzählen sehr persönliche Geschichten zu großen Themen der Menschen: Liebe, Geburt, Tod, Freundschaft, Krieg. Manches wurde mit einem Augenzwinkern beschrieben, anderes berührt in Momentaufnahmen verborgene Tiefen menschlicher Erfahrung.

In dieser Arbeit bilden Leben und Werk der Künstlerin eine starke Einheit, so wie sie in den vorherigen Arbeiten noch nicht zu sehen war.






Dirk Schulte zeigt im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung „Kraft-Wärme-Kopplung“ 25 neue Assemblage-Arbeiten aus dem Jahr 2011.

Schultes Objektwerke relativieren die dualistische Wahrnehmung und zeigen die spannende Rätselhaftigkeit symbiotischer Beziehungen auf: das Weiche und das Harte, das Leichte und das Schwere, das Stabile und das Zerbrechlich-Verletzliche, das Rauhe und das Zarte, das Feste und das Fließende.

Dabei transportieren die benutzten Werkstoffe eine ganz eigene Poesie: wettergeformtes Treibholz, Wachs, Hanf, Torf, Humus, Gaze, Rohwolle und Naturfasern - Materialien einer aus scheinbar archaischen Tiefen kommenden Erlebnis- und Bilderwelt. Rostüberzogenes Stahlblech trifft hier auf wärmespeichernden Wollfilz, das Braun der Kokosfaser auf die Patina getrockneter Orangenscheiben, und die Struktur alten Eichenholzes beherbergt ein Ensemble von Wachspartikeln.

Dirk Schultes visuelle Botschaften bedienen sich der Reduktion, der Dekonstruktion und der Überlagerung. Im großen Spannungsfeld zwischen kollektivem und individuellem erinnernden Erleben werden sie so zu decodierbaren Schaubildern der Seele.
© Agnes Bläsen / Dirk Schulte 2012
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